Die Herbstgrasmilbensaison hat begonnen!

Knabbert Ihr Hund immer im Spätsommer an den Pfoten? Zeigt Ihr Hund jedes Jahr wieder Juckreiz an den Ohren oder am Bauch, der im Winter nachläßt??
Dann könnte es sich um eine Allergie gegen Herbstgrasmilben handeln!
 
Besonders in den Monaten August und September sind Herbstgrasmilben aktiv. In Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ist ihr Vorkommen ist regional sehr unterschiedlich: während sie im Norddeutschland nur selten vorkommen, treten sie im südlichen Bereich von Deutschland sehr häufig auf. Den größten Teil ihres Lebenszyklus verbringen diese Parasiten im Boden und nur die sechsbeinige Larve lebt überirdisch. Um ihren Entwicklungszyklus fortsetzen zu können, braucht sie Nährstoffe. Deshalb durchbohrt sie die Haut von Mensch oder Tier und injiziert Speichel in das Gewebe, um dieses zu verflüssigen. Manche Tiere entwickeln gegen diesen Speichel allergische Reaktionen mit Hautrötungen und starkem Juckreiz. Körperpartien, die mit Gras in Kontakt kommen, sind besonders betroffen.
 
Was kann man gegen Herbstgrasmilben tun?
Ein Problem bei der Behandlung ist, dass während der Herbstgrasmilbensaison der Kontakt mit diesen Parasiten meist unvermeidbar ist. Lebt ein Tier in einer Region mit starkem Befall, hat es u.U. täglich Kontakt, können die Milben immer wieder neues Allergen in die Haut verbringen und eine neue Juckreizwelle auslösen. Deshalb muss eine antiparasitäre Behandlung in kurzen Abständen durchgeführt werden. Daneben sollte bei Tieren mit starken allergischem Juckreiz auch juckreizstillende Medikamente zum Einsatz kommen, um zu vermeiden, dass sich das Tier selbst großen Schaden zufügt.
 
Übrigens…
vielfach werden Herbstgrasmilben für jegliche juckende Hauterkrankungen im Sommer verantwortlich gemacht. Herbstgrasmilben treten jedoch frühestens ab Ende Juli auf. Bei allen Tieren, die früher Symptome zeigen, können Herbstgrasmilbenallergie nicht die Ursache von juckenden Hautveränderungen sein und wird auch eine antiparasitäre Behandlung keinen Erfolg haben. Viele Tiere mit allergischen Reaktionen gegen Pollen von Gräsern oder Bäumen zeigen ähnliche Symptome. Nur eine genaue Diagnostik macht eine erfolgreiche Therapie möglich.