Wozu brauche ich einen Hauttierarzt?

Das tiermedizinische Wissen, vor allem in der Tierdermatologie, hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Daher ist es heute in der Tiermedizin wie in der Humanmedizin: ab einem gewissen Zeitpunkt überweist der Allgemeinmediziner an den Spezialisten.

Als Spezialistin für Dermatologie und Allergologie behandele ich ausschließlich Tiere mit Hautkrankheiten. Die Kenntnisse hierfür habe ich mir durch eine spezielle Ausbildung im In- und Ausland erworben und ich kann auf eine langjährige Erfahrung bei der Diagnose und Therapie von Hautproblemen zurückgreifen. Gern arbeite ich mit Ihrem Haustierarzt zusammen, um so die bestmögliche Diagnostik und Behandlung nach neuestem Wissensstand für Ihr Tier zu ermöglichen.

Hat Ihr Tier

  • eine chronische Hautkrankheit, die nicht auf Behandlung anspricht
  • chronischen Juckreiz, der nicht dauerhaft nachläßt
  • wiederkehrenden Hautausschlag
  • Erkrankungen der Ohren, die zunächst unter Behandlung besser werden, aber dann wiederkommen
  • ein verändertes Haarkleid
  • eine Autoimmunerkrankung der Haut
  • eine rassespezifische Erkrankung der Haut
  • eine vererbliche Erkrankung der Haut
  • Probleme mit den Krallen
  • Analbeutelerkrankungen

ist es sinnvoll, mich zu konsultieren.

Oft lohnt es sich, eine zweite Meinung einzuholen, bevor aufwendige und langwierige Untersuchungen oder Behandlungen mit potentiellen Nebenwirkungen eingeleitet werden.

Was kann ich Ihnen bieten?

Durch meine spezielle Ausbildung und langjährige Erfahrung kann ich ohne unnötige Verzögerungen direkt die beste Vorgehensweise aufzeigen und die schnellstmögliche Heilung herbeiführen. Häufig lassen sich unnötige Untersuchungen, Behandlungen und damit verbundene Kosten vermeiden.

Als Spezialistin für Dermatologie und Allergologie führte ich besondere Tests durch, wie z.B.

  • Hautgeschabsel zum Nachweis oder Ausschluss von Parasiten
  • zytologische Untersuchungen, um sofort Infektionen mit Bakterien oder/und Hefepilzen zu erkennen
  • intradermale Allergietests, die als "Goldstandard" bei Allergien weltweit anerkannt sind
  • Hautbiopsien und deren fachgerechte Auswertung.

Viele Tierärzte/-innen überweisen Patienten an Tierdermatologen, um Hilfestellung bei Diagnostik und Therapie zu erhalten.

Gibt es wirklich Tierärzte, die nur Hautkrankheiten behandeln, so wie Dermatologen in der Humanmedizin?

Ja, alle Diplomates behandeln ausschließlich Hautpatienten.

Was sind Diplomates für Dermatologie?

Diplomates sind Mitglieder des Europäischen College für Veterinärdermatologie (ECVD). Alle Mitglieder des ECVD haben eine europäische Ausbildung, die international anerkannt ist.
Nach dem Studium der Tiermedizin und vieljähriger Praxiserfahrung als Tierärztin in eigener Praxis und Klinik habe ich eine 3-jährige dermatologische Vollzeit-Ausbildung in Dermatologie und Allergologie und den damit verbundenen Disziplinen durchlaufen.
Die Ausbildung habe ich mit einem vierteiligen, mehrtägigen Spezialistenexamen auf höchstem internationalen Niveau abgeschlossen. Meine Ausbildung beinhaltete

  • mehrjährige klinische Tätigkeit in der Diagnose und Behandlung von dermatologischen Problemen von Hunden, Katzen, Pferden und Heimtieren
  • Forschungsarbeit und Veröffentlichungen in der Veterinärdermatologie
  • dermatologische Vortragstätigkeit.

Um den Titel „Diplomate“ beizubehalten, muss ich kontinuierlich dem europäischen College Fortbildung, Vorträge und Veröffentlichungen nachweisen.

Ist der Spezialist nicht viel teurer als ein "normaler" Tierarzt?

Bei der Erstkonsultation investiere ich in eine professionelle Krankengeschichte und dermatologische Untersuchung des Patienten mehr Zeit, als unter den Bedingungen einer allgemeinen Tierarztpraxis möglich ist. Dazu plane ich bei der Erstvisite 60 Minuten ein. Die Ergebnisse meiner ersten Untersuchungen liegen sofort vor. So kann ich gleich eine Behandlung einleiten, ohne lange auf Untersuchungsergebnisse warten zu müssen. Neben der Diagnostik und Behandlung von Folgeerkrankungen ist mir die Diagnose der auslösenden Grunderkrankung besonders wichtig. Nur so ist eine auf Dauer erfolgreiche Behandlung möglich und lassen sich überflüssige Untersuchungen und Versuchstherapien vermeiden.
Die „Kosten für den Erstbesuch“ können bei mir in manchen Fällen höher sein, die "Kosten pro Krankheit" sind jedoch niedriger.

Wie viele Tierdermatologie-Diplomates gibt es überhaupt in Deutschland?

Zur Zeit arbeiten in Deutschland 6 Diplomates.